Wir feiern 125 Jahre Karlsruher Rheinhafen
Beim Empfang im Knielinger Museum wurde die neue Rheinhafen-Abteilung vorgestellt und allen Sponsoren, Unterstützern und Aktiven herzlich gedankt.
Am So 3. Mai 2026 fand im Museums-Stall ein Empfang statt für geladene Gäste:
Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz, im Amt auch für die Rheinhäfen zuständig, Hafendirektorin Patricia Erb-Korn und ihre Assistentinnen Anna Mosur und Nadine Bauer, Dietrich Hendel von den BNN und Marianne Karl, Georg Hertweck von der Stadt-Information, Ernst-Otto Bräunche, langjähriger Leiter des Stadtarchivs Karlsruhe, Cornelia Vogel & Alexander Rosenbaum von der Agentur projektart, Marion Kreber.Fiebig und Dr. Manfred Hofmann, Selma Kendler-Arnold und Joachim Arnold unsere Film-Freunde und Mitglieder Elli Güntzel und Dr. Ralf Menge, Rainer Maier, Doris und Cord von Restorff und eine große Anzahl nicht namentlich genannter Freunde und Mitglieder unseres Museums.
Entschuldigen ließen sich OB Frank Mentrup, Walter Bantleon/Handwerkskammer Karlsruhe, Yvonne Schönemann/MIRO (kam später) und weitere Firmenvertreter wegen der Teilnahme an der Badischen Meile.
Es war eine wunderbare Gelegenheit sich bei Sponsoren, Unterstützern und Freunden des Knielinger Museums zu bedanken und auch bei einigen der besonders Aktiven. Die jahrelang vom Hafenmeister Bernd Ertel im Ölhafen gesammelten und gepflegten Exponate aus der Rheinhafen-Historie, die uns von der Hafendirektion als Dauerleihgabe überlassen wurden, können wir nun im Rahmen der Feierlichkeiten zum 125jährigen Hafen-Jubiläum zeigen.
„Wenn Dir niemand die Geschichte erzählt, weißt Du nicht, wie groß sie ist!“
Dieses Zitat von Schauspieler Oliver Mommsen stellte die 1. Vorsitzende nach der Begrüßung an den Anfang ihrer Rede und behauptete, in der Sammlung des Knielinger Museums lägen so viele Geschichten verborgen; sie könnten zusammengetragen ein umfangreiches Druck- oder Nachschlagewerk ergeben.
Die Idee und Einrichtung eines kleinen Museums auf dem Hofgut Maxau ab 1992 wurde beleuchtet und die geschäftigen Jahre des Aufbaus der Sammlung geschildert.
Heute ist erkennbar, dass dieses Knielinger Museum im Umbruch ist; es werden Schwerpunkte herausgearbeitet, ergänzt, neu platziert und beschriftet.
Es sind immer noch große Themen das Knielinger Leben, die Landwirtschaft betrieben durch Knielinger Bürger, die historischen 15 Handwerkstuben.
Herausragender und wichtiger in der Darstellung wird immer mehr
- die Entwicklung der Rhein-Schifffahrt
- die Rhein-Regulierung durch Tulla und Honsell
- die Rheinbrücke bei Maxau und das Rheinbad
- die Karlsruher Rheinhäfen - historisch und wirtschaftlich
Die erste Hauptaufgabe eines Museums ist die Sammlung und Aufbewahrung von Kunstwerken, historischen Gegenständen und anderen kulturellen Schätzen. Durch die Bewahrung und Pflege dieser Objekte wird das kulturelle Erbe einer Gesellschaft bewahrt und für zukünftige Generationen zugänglich gemacht.
Führungen für Groß und Klein, die Vorträge, Workshops und Mitmach-Angebote an den Thementagen dienen dazu, das Verständnis und die Wertschätzung für Kunst und Kultur zu fördern. Die öffentliche Wahrnehmung des Museums wird insbesondere durch seine publikumswirksamen Ausstellungen und Veranstaltungen bestimmt. Es steckt viel Arbeit hinter den Kulissen und der Freundeskreis kann gar nicht groß genug sein, damit man genügend helfende Hände hat!
Einen gewaltigen Kraftakt haben die Aktiven dieses Museums vollbracht als sie sich entschlossen, dem Schwergewicht-Thema „Rheinhäfen“ eine eigene Abteilung zu widmen und das Museum dafür umzubauen.
Dies war nur möglich durch eine Spendenaktion über die Sparkasse Karlsruhe und die Unterstützung der Rheinhäfen Karlsruhe, von Firmen, privaten Spendern, Mitgliedern und der Stadt Karlsruhe und dafür sind wir sehr dankbar.
Das Knielinger Museum schlägt den Bogen zum Tenor des Rheinhafen-Geburtstags „Wo Zukunft anlegt“, denn es kann zeigen und berichten, wie sich der Karlsruher Rheinhafen in der Vergangenheit seit seiner Gründung 1901 entwickelt hat.
Wenn nun die RHEINHÄFEN Karlsruhe 125 Jahre feiern in diesem Jahr, sind wir Museumsleute erfreut, dass wir Teil der Feierlichkeiten sein konnten und die Gäste aus diesem Grund im Hofgut Maxau im Knielinger Museum begrüßen durften.
Elli Günzel vom Film- und Videoclub Karlsruhe, die uns mit ihren Filmkollegen Rainer Maier und Dr. Ralf Menge seit Jahren begleitet und die Wandlung des Museums dokumentiert, hatte für uns einen Film vorbereitet, der die Anfänge unserer Rheinhafen-Begeisterung, den Beginn von arbeitsintensiver Zeit und großem Zusammenhalt hier in diesem Museum festhielt.
Die mit Doris von Restorff begründete vertrauensvolle Zusammenarbeit unserer beiden Vereine trägt schöne Früchte, davon konnten sich die begeisterten Gäste überzeugen.
Überraschung, Lob und Anerkennung sprach aus den Grußworten von Bürgermeisterin Luczak-Schwarz und Hafendirektorin Erb-Korn für die geleistete Museumsarbeit und hörten wir aus der anschließenden Unterhaltung heraus.
Herzlichen Dank für die anerkennenden Worte; wir werten sie als Zeichen der Wertschätzung und Verbundenheit und sie sollen uns Ansporn sein, auf unserem eingeschlagenen Weg zur Modernisierung der Ausstellung und Vertiefung der Schwerpunktthemen mit vollem Elan weiterzugehen.
Dass wir dabei auch weiterhin auf den Support unserer Freunde und Unterstützer angewiesen sind, setzen wir als bekannt voraus und hoffen natürlich, dass alle gute Erinnerungen an uns mitgenommen haben und zu Multiplikatoren in der Begeisterung für unsere Museumsarbeit werden. Sollte sich die Begeisterung in einer Spende niederschlagen, wären wir darüber sehr glücklich!
Zu einem guten Empfang gehören Sekt und Canapees und dafür haben unsere Mitglieder gesorgt. Ein großes herzliches DANKESCHÖN dafür!
Den Sekt durften wir auch auf das Wohl unserer Vereinsmitglieder Tanja und Alex Finck trinken, die uns auch verbunden bleiben vom GUTENBERG-Platz aus!
Unser Back-Team Helmut Peters, Claudia und Andreas Titelius haben die Bauern-Baguettes gebacken, die professionell und mit großem Engagement vom Küchen-Profi und Vereinsmitglied Roland Kutterer morgens im STEUERMANN mit Köstlichkeiten belegt wurde.
Im Museumsstall und Durchgang befand man sich schnell in regem Austausch und als das Glocken-Signal ertönte, startete die Führung für unsere Gäste: unser bekannter Hafen-Experte Gerhard Hildebrand erklärte Rhein- und Ölhafen; Dr. Manfred Ohmer stand in der Schifffahrtsabteilung Rede und Antwort und später hielt Helmut Peters einen kleinen Vortrag über die historischen Pläne zu „Karlsruhe am Fluss“ und wir haben erfahren, was aus diesen Träumen wurde.
Wir bedankten uns auch herzlich bei Willi Nill, der den Empfang am Akkordeon gekonnt begleitete, und bei allen anderen fleißigen Helfern, die zu einem guten Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Zur üblichen Zeit öffnete das Museum für die sonntäglichen Besucher.
Waltraud Heger
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